@
deutschmannSehr gut und sehr wichtig!!!!
Ein Urteil ist noch nicht gefallen, aber es gibt einen Prozeß in Kiel.
Zitat:Prozess um millionenfache Abzocke per SMS-Flirtchat begonnen
Animatuere statt Traumpartner - für 1,99 Euro pro Minute 17.09.2009
18:40
In einem ersten Prozess um millionenfache Abzocke mit SMS-Flirtchats müssen sich heute sechs Chatbetreiber vor dem Landgericht Kiel verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen Betrug vor. Die Angeklagten sollen bundesweit hunderttausenden Partnersuchenden mit vermeintlichen Kontakten zu anderen Singles insgesamt einen zweistelligen Millionenbetrag aus der Tasche gezogen haben.
Laut Staatsanwaltschaft lockten die Betreiber über massenhaft verschickte E-Mails und mit gefälschten Profilen angeblicher Singles ungefähr seit 2005 Kunden in die betrügerischen Chats. Auf Anfragen für 1,99 Euro pro SMS hätten statt Traumpartnern jedoch ausschließlich angestellte Animateure geantwortet. Die Behörde hat noch gegen vier weitere Hauptverdächtige Anklage erhoben und ermittelt zudem gegen zahlreiche weitere Beschuldigte.
Die Verteidiger der sechs Angeklagten stellten zum Auftakt des ersten Prozesses am Donnerstag einer Gerichtssprecherin zufolge zahlreiche Anträge, unter anderem auf Aussetzung und Einstellung des Verfahrens. Darüber sowie über einen Befangenheitsantrag will das Landgericht bis zum nächsten Prozesstermin am kommenden Donnerstag entscheiden.
Quelle:Media Dateien und klickbare Links in Beiträgen und Signaturen sind nur für registrierte Mitglieder verfügbar!! Du musst Dich

oder
Zitat: Panorama
17. September 2009, 17:10
Prozess gegen SMS-Flirt-Abzocker
Die Leute suchten per SMS-Chat ihren Traumpartner, doch sie wurden abgezockt: Über ein Firmengeflecht von 350 Unternehmen im In- und Ausland sollen die Chat-Betreiber ihre Kunden um mehr als 46 Millionen Euro betrogen haben.
In Kiel hat der erste Prozess um eine millionenfache Abzocke mit Flirt-SMS begonnen. (Symbolbild)
Seit Donnerstag stehen deswegen drei mutmaßliche Betrüger und drei Strohmänner vor dem Kieler Landgericht. Bundesweit sollen sie rund 700 000 Handy-Nutzer geschädigt haben. Die Anklage wirft ihnen gemeinschaftlichen gewerbsmäßigen Bandenbetrug oder Beihilfe dazu vor. Die sechs Hauptangeklagten, jeweils eingerahmt von zwei Verteidigern, schwiegen am ersten Prozesstag zur Anklage. Stattdessen bombardierten ihre Anwälte das Gericht über Stunden mit Anträgen.
Die Staatsanwältinnen Maya Schönfeld und Frauke Jaeschke sehen drei Angeklagte als Drahtzieher. Sie werfen ihnen vor, von Flensburg und Kiel aus mit dem Firmengeflecht die Kunden bewusst getäuscht zu haben. Unter diesem Verdacht sitzen die drei seit Dezember 2008 in Untersuchungshaft. Sie wirkten vor Gericht auffallend blass. Die drei anderen Angeklagten sollen Beihilfe zur Verschleierung geleistet haben. Im Kern geht es in dem Verfahren darum, ob die Kunden vorsätzlich über die fiktive Identität ihrer Chat-Partner getäuscht wurden - das wäre laut Anklage Betrug. Oder hätten sie wissen müssen, dass der Chat-Partner am anderen Ende gar nicht existiert, sondern kostenpflichtige Dienstleistungen bietet?
Die Staatsanwältinnen schilderten 45 Minuten lang, wie das Betrugs-System funktioniert haben soll. Die Kunden seien durch Anzeigen in kleinen Lokalzeitungen, Lock-Mails oder massenhaft verschickte Spam-SMS dazu verleitet worden, über teure Kurzwahl- Rufnummern mit möglichen Partnern im Chat zu flirten. Die Anklage nannte die Namen von 53 Geschädigten. Eine Frau soll inerhalb von acht Monaten 25 115,79 Euro für 12 621 SMS gezahlt haben.
Den Kunden antworteten aber keine realen Partner, sondern gut geschulte, professionelle Animateure mit fiktiven Identitäten. Diese wurden überwacht und mit Prämien belohnt, wenn sie das erklärte Geschäftsziel erreichten - «Die Kunden zum Versenden möglichst vieler kostenpflichtiger SMS zu verleiten», so die Anklage. Pro SMS an die Kurzwahl-Nummern wurden 1,99 Euro fällig. Aufgabe der Animateure: «Den Kunden dazu bringen, sich zu verlieben und hierdurch eine möglichst rege und langandauernde Kommunikation zu erreichen», erklärten die Staatsanwältinnen. Dazu vereinbarten die Animateure mehrfach sogar richtige Treffen. Die Kunden hätten jedoch nichts geahnt und vergeblich am Treffpunkt gewartet.
Die großen Netzbetreiber kassierten laut Anklage zwischen 50 Cent und 1,10 Euro pro SMS. Sie hätten auch den Kunden die gesendeten SMS in Rechnung gestellt, ihren Anteil einbehalten und den Rest an die Betreiber überwiesen. «Die sind nicht angeklagt», meinte dazu lakonisch einer der zwölf Verteidiger.
Die Verteidiger versuchten vor der Großen Wirtschaftsstrafkammer vergeblich, unter anderem die Aussetzung und Einstellung des Verfahrens zu erreichen. Sie kritisierten besonders, dass die Staatsanwaltschaft in der Anklage nur 53 Geschädigte genannt habe, zu den weiteren Daten und Fakten aber keine Angaben mache. Scharf rügten sie zudem mangelnde Akteneinsicht.
Die Verhandlung soll am kommenden Donnerstag fortgesetzt werden. In einem weiteren Verfahren müssen sich außerdem demnächst vier andere Angeklagte verantworten. Gegen mehr als 200 Beschuldigte laufen noch Ermittlungen.
Quelle: Media Dateien und klickbare Links in Beiträgen und Signaturen sind nur für registrierte Mitglieder verfügbar!! Du musst Dich

oder
Zitat:Prozess gegen Flirt-SMS-Betrüger
Wegen Millionenbetrugs mit Flirt-SMS müssen sich sechs Angeklagte vor dem Kieler Landgericht verantworten. Sie gaukelten ihren Kunden vor, über teure Premium-SMS neue Partner zu vermitteln.
.Die Leute suchten per SMS-Chat ihren Traumpartner, doch sie wurden abgezockt: Über ein Firmengeflecht von 350 Unternehmen im In- und Ausland sollen die Chat-Betreiber ihre Kunden um etwas mehr als 46 Millionen Euro betrogen haben. Seit Donnerstag stehen deswegen drei mutmaßliche Betrüger und drei Strohmänner vor dem Kieler Landgericht. Bundesweit sollen sie rund 700.000 Handy-Nutzer geschädigt haben.
Mehr zum Thema
Jedes zweite Kind hat ein Handy
Film warnt vor SMS-Schreiben am Steuer
Die Anklage wirft ihnen gemeinschaftlichen gewerbsmäßigen Bandenbetrug oder Beihilfe dazu vor. Die sechs Hauptangeklagten, jeweils eingerahmt von zwei Verteidigern, schwiegen am ersten Prozesstag zur Anklage. Stattdessen bombardierten ihre Anwälte das Gericht über Stunden mit Anträgen.
Die Staatsanwältinnen Maya Schönfeld und Frauke Jaeschke sehen drei Angeklagte als Drahtzieher. Sie werfen ihnen vor, von Flensburg und Kiel aus mit dem Firmengeflecht die Kunden bewusst getäuscht zu haben. Unter diesem Verdacht sitzen die drei seit Dezember 2008 in Untersuchungshaft. Sie wirkten vor Gericht auffallend blass. Sie drei anderen Angeklagten sollen Beihilfe zur Verschleierung geleistet haben. Im Kern geht es in dem Verfahren darum, ob die Kunden vorsätzlich über die fiktive Identität ihrer Chat-Partner getäuscht wurden - das wäre laut Anklage Betrug. Oder hätten sie wissen müssen, dass der Chat-Partner am anderen Ende gar nicht existiert, sondern kostenpflichtige Dienstleistungen bietet?
Quelle N24
Eine gute Idee und ich rege an, dass wir eine Rubrik schaffen sollten, in dem rechtskräftige Entscheidungen zu diesem Themenbereich veröffentlicht sind.
Ich denke mir, dass man eine kurze Einleitung auf den einzelnen Beiträgen macht, und dann aktuelle Link´s setzt zu kostenfreien Seiten, auf denen derartige Urteile gegen Abzocke und Scam veröffentlicht sind.
So tragen wir sachgerecht zur weiteren Aufklärung der Öffentlichkeit bei.
Würde mich für die Bearbeitung anbietenBitte um Eurere Meinung Danke!!!
Beispiel:
Zitat: 0190-Abzocke: Urteile im „Autodialer-Verfahren“ rechtskräftig
Durch Beschluss vom 13.12.2007 hat der Bundesgerichtshof die Revision der Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Osnabrück vom 20.12.2006 im sogenannten „Autodialer-Verfahren“ verworfen (AZ: 3 StR 347/07). Der BGH hat somit die erstinstanzliche Entscheidung vollumfänglich bestätigt.
Quelle und Ausführliche Information: Media Dateien und klickbare Links in Beiträgen und Signaturen sind nur für registrierte Mitglieder verfügbar!! Du musst Dich

oder